Das beste Bauernbrot überhaupt – außen knusprig, innen herrlich weich und mit Gelinggarantie
Es gibt Rezepte, die probiert man einmal aus und legt sie anschließend wieder zur Seite. Und dann gibt es diese wenigen Rezepte, bei denen man sich schon nach dem ersten Backen fragt: Warum habe ich mein Brot eigentlich so lange gekauft?
Genau so ging es mir mit diesem Bauernbrot.
Ich wollte kein kompliziertes Brot mit fünf verschiedenen Mehlsorten, Sauerteig, besonderen Backformen oder Zutaten, die man erst bestellen muss. Ich wollte ein Brot, das man auch an einem ganz normalen Wochentag backen kann. Eines, bei dem ich morgens die Zutaten aus dem Schrank hole und später ein richtig schönes, duftendes Brot auf dem Tisch steht.
Und vor allem sollte es auch beim zweiten, dritten und zehnten Mal funktionieren.
Nach einigen Versuchen ist daraus dieses Rezept entstanden. Mittlerweile gehört es zu den Broten, die ich immer wieder backe. Die Zutaten sind einfach, der Teig lässt sich wunderbar verarbeiten und beim Backen entsteht genau diese kräftige goldbraune Kruste, die man bei einem guten Bauernbrot erwartet.
Aber das Beste kommt für mich erst beim Anschneiden.
Die Kruste knackt leicht unter dem Messer, während das Innere weich und saftig bleibt. Noch lauwarm mit etwas Butter brauche ich eigentlich gar nichts anderes dazu.
Wer selbst gebackenes Brot bisher für kompliziert gehalten hat, sollte dieses Rezept einmal ausprobieren.
Warum dieses Bauernbrot so unkompliziert gelingt
Beim Brotbacken machen wir uns häufig viel zu viele Gedanken.
Ist das Wasser warm genug? Habe ich lange genug geknetet? Muss der Teig noch zehn Minuten länger gehen? Warum sieht mein Brot nicht genauso aus wie auf dem Foto?
Dabei braucht ein gutes Alltagsbrot vor allem drei Dinge: einen geschmeidigen Teig, genügend Zeit zum Gehen und ordentlich Hitze beim Backen.
Dieses Rezept basiert auf wenigen klassischen Zutaten. Weizenmehl Typ 550 bildet die Grundlage. Trockenhefe sorgt dafür, dass der Teig schön aufgeht, während etwas Butter oder Margarine die Krume angenehm weich macht.
Das Ergebnis ist deshalb kein extrem schweres oder kompaktes Bauernbrot, sondern ein eher helles, lockeres Brot mit rustikaler Kruste.
Genau das macht es so vielseitig.
Morgens schmeckt es mit Butter und Marmelade, mittags passt es hervorragend zu einer Suppe und abends kann man daraus eine klassische Brotzeit machen.
Und wenn am nächsten Tag noch etwas übrig ist, lässt es sich wunderbar toasten.
Zutaten für 2 kleinere Bauernbrote
550 g Weizenmehl (Typ 550)
50 g weiche Butter oder Margarine
1 Päckchen Trockenhefe (ca. 7 g)
2 TL Salz
ca. 300 ml lauwarmes Wasser
Optional:
1 TL Zucker oder Honig
etwas Mehl zum Bestäuben
Beim Wasser würde ich nicht sofort die gesamte Menge hineingießen. Mehl kann unterschiedlich viel Flüssigkeit aufnehmen. Deshalb zunächst etwa 270–280 ml verwenden und den Rest nach Bedarf hinzufügen.
Der fertige Teig darf weich sein. Er sollte aber nicht so klebrig werden, dass er sich überhaupt nicht mehr formen lässt.
Zubereitung
1. Den Brotteig vorbereiten
Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit der Trockenhefe vermischen.
Salz hinzufügen.
Wer einen Teelöffel Zucker oder Honig verwenden möchte, gibt ihn ebenfalls dazu. Für die Süße braucht man ihn nicht – die kleine Menge verändert den Geschmack kaum.
Nun die weiche Butter oder Margarine hinzufügen.
Das lauwarme Wasser langsam dazugießen und die Zutaten zunächst mit einem Kochlöffel oder den Knethaken der Küchenmaschine vermengen.
Wichtig ist, dass das Wasser wirklich nur lauwarm und nicht heiß ist.
2. Jetzt wird geknetet
Sobald sich die Zutaten miteinander verbunden haben, beginnt der wichtigste Teil.
Den Teig mit der Küchenmaschine ungefähr 6–8 Minuten kneten.
Wer mit den Händen arbeitet, sollte ihm ungefähr 8–10 Minuten geben.
Am Anfang kann der Teig noch etwas ungleichmäßig und klebrig wirken. Deshalb nicht sofort zusätzliches Mehl hineinschütten.
Nach einigen Minuten verändert sich die Konsistenz deutlich.
Der Teig wird glatter, elastischer und löst sich zunehmend vom Schüsselrand.
Genau diesen Punkt wollen wir erreichen.
Wenn der Teig allerdings nach längerem Kneten immer noch extrem klebrig ist, kann esslöffelweise etwas Mehl hinzugefügt werden.
Ist er dagegen sehr fest und trocken, helfen ein oder zwei Esslöffel Wasser.
3. Jetzt braucht der Teig Ruhe
Den fertigen Teig zu einer Kugel formen und zurück in die Schüssel legen.
Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort stehen lassen.
Etwa 60 Minuten sind normalerweise ein guter Richtwert.
Aber schauen Sie weniger auf die Uhr und mehr auf den Teig.
Er sollte sein Volumen deutlich vergrößert haben.
An einem warmen Sommertag kann das schneller gehen. In einer kühlen Küche kann es dagegen länger dauern.
Und genau hier machen viele beim Brotbacken einen Fehler: Sie halten sich auf die Minute genau an die angegebene Gehzeit.
Hefe kennt allerdings keine Küchenuhr.
Wenn der Teig nach 60 Minuten noch kaum größer geworden ist, geben Sie ihm einfach etwas länger Zeit.
4. Zwei Bauernbrote formen
Den aufgegangenen Teig vorsichtig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben.
Nicht minutenlang kräftig durchkneten. Wir wollen die entstandene Struktur nicht vollständig wieder zerstören.
Den Teig in zwei ungefähr gleich große Portionen teilen.
Jede Portion vorsichtig zu einem länglichen Brotlaib formen.
Dabei die Oberfläche etwas unter Spannung bringen. So behalten die Brote beim Backen besser ihre Form und gehen schöner nach oben auf.
Die beiden Laibe anschließend mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech oder in eine geeignete Backform legen.

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