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dimanche 30 août 2026



Jede Waschmaschine kann Kleidung schneller trocknen – aber kaum jemand nutzt diesen einfachen Trick



Es gibt Situationen, in denen frisch gewaschene Kleidung einfach schneller trocken werden muss. Vielleicht möchte man am nächsten Morgen eine bestimmte Hose anziehen, vielleicht braucht man ein Hemd für einen Termin oder draußen regnet es seit Stunden und die Wäsche auf dem Balkon ist keine Option. Wer einen Wäschetrockner besitzt, hat es in solchen Momenten einfach. Doch längst nicht jeder Haushalt hat genügend Platz für ein zweites Gerät, und gerade in kleineren Wohnungen wird die Wäsche deshalb meistens auf einem Wäscheständer getrocknet.

Dabei gibt es einen einfachen Trick mit der Waschmaschine, den erstaunlich viele Menschen nicht kennen. Eine normale Waschmaschine kann Kleidung zwar nicht wie ein echter Wäschetrockner vollständig trocknen, sie kann ihr aber nach dem Waschgang noch einmal sehr viel Feuchtigkeit entziehen. Dadurch verkürzt sich die anschließende Trockenzeit deutlich. Man benötigt dafür keine zusätzliche Funktion und auch kein besonderes Programm. Entscheidend ist lediglich der Schleudergang – und ein großes, sauberes und trockenes Handtuch.

Nach dem normalen Waschprogramm bleibt immer eine gewisse Menge Wasser in den Textilien zurück. Selbst wenn die Maschine bereits geschleudert hat, fühlen sich Jeans, Pullover oder Handtücher noch deutlich feucht an. Das ist völlig normal. Je nachdem, mit welcher Drehzahl geschleudert wurde und aus welchem Material die Kleidung besteht, kann die Restfeuchte ziemlich unterschiedlich ausfallen.

Genau hier setzt der Trick an. Wenn einige Kleidungsstücke besonders schnell trocknen sollen, lässt man sie nach dem eigentlichen Waschgang zunächst in der Trommel. Anschließend gibt man ein großes, möglichst saugfähiges und vollkommen trockenes Badetuch dazu. Danach startet man einen zusätzlichen Schleudergang mit einer Drehzahl, die für die betreffenden Textilien geeignet ist.

Das trockene Handtuch nimmt während des Schleuderns einen Teil der Feuchtigkeit auf. Gleichzeitig wird durch die hohe Drehzahl zusätzlich Wasser aus den Kleidungsstücken herausgeschleudert. Nach dem Programm ist die Wäsche natürlich noch nicht schranktrocken, sie kann sich aber deutlich weniger nass anfühlen als vorher. Gerade bei einzelnen Kleidungsstücken kann das einen spürbaren Unterschied machen.

Wichtig ist allerdings, nicht die komplette Waschladung zusammen mit einem einzigen trockenen Handtuch erneut zu schleudern. Bei einer randvollen Trommel kann das Handtuch kaum zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen und die Kleidung wird außerdem schlechter bewegt. Der Trick funktioniert wesentlich besser, wenn nur wenige Teile besonders schnell trocken werden sollen.

Angenommen, man benötigt am Abend eine Jeans und zwei T-Shirts, die gerade aus der Waschmaschine kommen. Dann kann man genau diese Stücke zusammen mit einem großen trockenen Badetuch noch einmal schleudern. Danach hängt man sie möglichst luftig auf. In vielen Fällen trocknen sie deutlich schneller, als wenn man sie direkt nach dem normalen Waschgang auf den Wäscheständer gelegt hätte.

Bei der Schleuderdrehzahl sollte man sich immer am Pflegeetikett orientieren. Baumwollkleidung und robuste Textilien vertragen häufig höhere Drehzahlen. Empfindliche Kleidung, Wolle, Seide oder manche synthetischen Stoffe sollten dagegen nur vorsichtig geschleudert werden. Eine möglichst hohe Zahl auf dem Display bedeutet nicht automatisch ein besseres Ergebnis, wenn das Kleidungsstück dabei seine Form verliert oder beschädigt wird.

Bei normalen Baumwollshirts, Jeans oder Handtüchern können beispielsweise 1.200 bis 1.400 Umdrehungen pro Minute sinnvoll sein, sofern das Pflegeetikett dies erlaubt. Bei empfindlicher Kleidung sollte man eine niedrigere Schleuderzahl wählen. Im Zweifelsfall ist es immer besser, etwas länger trocknen zu lassen als ein empfindliches Kleidungsstück durch zu starkes Schleudern zu ruinieren.

Viele moderne Waschmaschinen besitzen außerdem bereits verschiedene Schleuderprogramme. Manchmal heißt die Funktion einfach „Schleudern“, bei anderen Geräten findet man „Abpumpen/Schleudern“ oder ein ähnliches Programm. Dafür wird normalerweise kein Waschmittel mehr benötigt. Die Maschine soll lediglich möglichst viel Wasser aus den Textilien entfernen.

Es lohnt sich auch zu prüfen, welche Drehzahl beim normalen Waschprogramm eingestellt ist. Manche Menschen verwenden jahrelang automatisch 800 Umdrehungen und wundern sich anschließend, warum die Wäsche so lange zum Trocknen braucht. Bei geeigneten Textilien kann eine höhere Schleuderzahl bereits beim normalen Waschgang dafür sorgen, dass erheblich weniger Wasser in der Kleidung zurückbleibt.

Natürlich hat eine höhere Schleuderdrehzahl auch Nachteile. Die Kleidung kann stärker knittern, und empfindliche Fasern werden stärker beansprucht. Deshalb ist es nicht sinnvoll, grundsätzlich alles mit maximaler Geschwindigkeit zu schleudern. Bei Bettwäsche, Handtüchern oder robuster Baumwollkleidung kann eine höhere Drehzahl jedoch sehr praktisch sein, wenn die Trockenzeit reduziert werden soll.

Besonders hilfreich wird der Handtuch-Trick im Herbst und Winter. In dieser Jahreszeit trocknet Wäsche in vielen Wohnungen wesentlich langsamer. Die Fenster bleiben häufiger geschlossen, die Raumtemperatur ist niedriger und draußen kann die Luft sehr feucht sein. Ein voller Wäscheständer kann dann einen ganzen Tag oder sogar länger benötigen, bis alles vollständig trocken ist.

Dabei landet die Feuchtigkeit aus der Kleidung zwangsläufig in der Raumluft. Eine einzige Waschladung enthält nach dem Schleudern noch erstaunlich viel Wasser. Während die Kleidung trocknet, verdunstet dieses Wasser und erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Deshalb sollte man beim Trocknen von Wäsche in der Wohnung regelmäßig lüften. Besonders wirkungsvoll ist kurzes, kräftiges Stoßlüften. Dabei werden die Fenster für einige Minuten weit geöffnet, sodass feuchte Innenluft schnell gegen trockenere Außenluft ausgetauscht werden kann.

Ein Fenster stundenlang nur gekippt zu lassen, ist dagegen häufig weniger sinnvoll. Der Luftaustausch ist geringer, gleichzeitig können angrenzende Wandbereiche stark auskühlen. Gerade im Winter ist regelmäßiges Stoßlüften deshalb meistens die bessere Methode.

Wer ein Hygrometer besitzt, kann die Luftfeuchtigkeit im Raum leicht beobachten. Gerade in Wohnungen, in denen regelmäßig viel Wäsche getrocknet wird, ist so ein kleines Gerät durchaus praktisch. Bleibt die Luftfeuchtigkeit über längere Zeit sehr hoch, kann sich an kalten Wandflächen oder Fenstern Kondenswasser bilden. Unter ungünstigen Bedingungen kann dadurch langfristig auch Schimmel entstehen.

Deshalb sollte der Wäscheständer möglichst nicht direkt an eine kalte Außenwand gestellt werden. Etwas Abstand verbessert die Luftzirkulation. Auch zwischen den einzelnen Kleidungsstücken sollte Platz bleiben. Wenn Shirts, Handtücher und Hosen dicht übereinanderliegen, kann die Feuchtigkeit nur langsam entweichen.

Ein häufiger Fehler besteht darin, möglichst viele Kleidungsstücke auf einen kleinen Wäscheständer zu quetschen. Das spart zwar zunächst Platz, verlängert die Trockenzeit aber erheblich. Besser ist es, die Teile mit etwas Abstand aufzuhängen. Hemden und Blusen können direkt auf Kleiderbügel gehängt werden. Dadurch gelangt Luft von mehreren Seiten an den Stoff und gleichzeitig entstehen weniger Falten.

Dicke Kleidungsstücke sollten besonders sorgfältig aufgehängt werden. Bei Jeans lohnt es sich beispielsweise, Taschen nach außen zu ziehen und die Hose möglichst weit geöffnet aufzuhängen. Kapuzenpullover trocknen schneller, wenn die Kapuze nicht auf dem Rücken liegt. Bei dicken Bündchen kann man das Kleidungsstück während des Trocknens einmal wenden.

Auch ein Ventilator kann überraschend viel bewirken. Kleidung trocknet nicht ausschließlich durch Wärme. Ebenso wichtig ist die Bewegung der Luft. Wenn die feuchte Luft direkt an der Oberfläche eines Kleidungsstücks ständig gegen trockenere Luft ausgetauscht wird, kann Wasser schneller verdunsten.



 

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