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dimanche 30 août 2026



Silikonfugen von Schimmel befreien: So werden schwarze Flecken im Bad wieder sauber


Schwarze Punkte in den Silikonfugen gehören zu den Dingen, die man im Badezimmer meistens erst bemerkt, wenn sie schon ziemlich deutlich geworden sind. Anfangs ist vielleicht nur eine kleine dunkle Stelle in der Ecke der Dusche zu sehen. Einige Wochen später zieht sich plötzlich ein schwarzer Rand entlang der Badewanne oder zwischen den Fliesen. Gerade auf weißem Silikon fällt das sofort auf und lässt selbst ein ansonsten sauberes Badezimmer ungepflegt wirken.

Das Problem ist dabei nicht unbedingt mangelnde Sauberkeit. Badezimmer bieten Schimmel schlicht sehr gute Bedingungen. Nach dem Duschen oder Baden steigt die Luftfeuchtigkeit stark an, Wasser bleibt auf Fliesen und Fugen zurück und besonders in Ecken trocknen die Oberflächen nur langsam. Dazu kommen Seifenreste, Hautfette und andere Ablagerungen. Bleibt eine Silikonfuge über längere Zeit regelmäßig feucht, können sich dort dunkle Verfärbungen und Schimmel entwickeln.

Viele greifen dann sofort zur Bürste und beginnen kräftig zu schrubben. Das funktioniert manchmal bei oberflächlichen Ablagerungen, kann bei Silikon aber auch nach hinten losgehen. Die Oberfläche kann beschädigt werden, während tief sitzende schwarze Flecken trotzdem bleiben. Deshalb lohnt es sich, zunächst herauszufinden, ob der Belag tatsächlich nur oberflächlich sitzt oder bereits in das Silikon eingedrungen ist.

Warum gerade Silikonfugen so schnell betroffen sind

Silikon wird im Badezimmer hauptsächlich dort eingesetzt, wo zwei unterschiedliche Flächen aufeinandertreffen und eine flexible, wasserabweisende Abdichtung benötigt wird. Typische Stellen sind der Übergang zwischen Badewanne und Wand, rund um die Dusche, am Waschbecken oder in den Ecken gefliester Bereiche.

Eine neue Silikonfuge besitzt normalerweise eine relativ glatte Oberfläche. Mit der Zeit verändert sie sich jedoch. Kalk, Seifenreste und Schmutz können sich ablagern. Durch regelmäßige Reinigung und mechanische Belastung entstehen außerdem winzige Unebenheiten. Dort kann Feuchtigkeit länger haften bleiben.

Besonders problematisch sind Bereiche, in denen nach dem Duschen dauerhaft Wasser steht. Eine kleine Ecke hinter einer Armatur kann beispielsweise deutlich länger feucht bleiben als eine frei zugängliche Fliese. Genau dort entdeckt man häufig die ersten schwarzen Punkte.

Bevor man mit der Reinigung beginnt, sollte die betroffene Stelle deshalb möglichst gut zugänglich sein. Shampoo-Flaschen, Duschgel und andere Gegenstände werden entfernt und die Fuge zunächst mit normalem Wasser von grobem Schmutz befreit. Anschließend sollte sie kurz trocknen. So lässt sich besser erkennen, wo sich die eigentlichen Verfärbungen befinden.

Bei einem sehr leichten, gerade erst entstandenen Belag kann bereits eine gründliche Reinigung ausreichen. Warmes Wasser und etwas gewöhnliches Reinigungsmittel lösen Seifen- und Fettrückstände, unter denen sich dunkle Ablagerungen befinden können. Eine alte weiche Zahnbürste eignet sich für schmale Stellen besser als ein harter Scheuerschwamm. Zu aggressives Schrubben sollte vermieden werden, denn eine beschädigte Silikonoberfläche wird langfristig nicht leichter sauber zu halten.

Hartnäckiger wird es, wenn die schwarzen Punkte nach der normalen Reinigung weiterhin deutlich sichtbar sind. Dann handelt es sich möglicherweise um Schimmel oder um Verfärbungen, die bereits tiefer sitzen.

Im Handel gibt es dafür spezielle Schimmelentferner. Vor der Anwendung sollte man unbedingt die Hinweise des Herstellers beachten, da manche Mittel Chlor oder andere stark wirkende Substanzen enthalten. Handschuhe und eine gute Belüftung des Badezimmers sind dabei sinnvoll. Außerdem sollte zunächst an einer kleinen, unauffälligen Stelle geprüft werden, ob das Produkt für die betreffende Oberfläche geeignet ist.

Besonders wichtig ist eine einfache Regel, die bei Haushaltsreinigern gerne vergessen wird: Verschiedene Reinigungsmittel sollten nicht miteinander gemischt werden. Insbesondere chlorhaltige Produkte dürfen nicht zusammen mit säurehaltigen Reinigern verwendet werden, weil dabei gefährliche Gase entstehen können. Wer einen Reiniger verwendet hat und anschließend ein anderes Mittel ausprobieren möchte, sollte die Fläche vorher sehr gründlich mit Wasser abspülen und die Herstellerangaben beachten.

Neben fertigen Reinigern werden häufig Hausmittel empfohlen. Hier sollte man allerdings etwas vorsichtiger sein, als viele Internet-Tipps vermuten lassen. Nicht jedes Hausmittel eignet sich automatisch für jedes Silikon und jede angrenzende Oberfläche.

Alkohol kann beispielsweise bei kleinen oberflächlichen Stellen hilfreich sein. Ein geeignetes Mittel wird sparsam auf ein Tuch gegeben und die betroffene Stelle behandelt. Danach wird mit klarem Wasser nachgewischt und alles sorgfältig getrocknet. Auch hier empfiehlt es sich, zunächst eine unauffällige Stelle zu testen.


 

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