Es gibt Rezepte, bei denen man schon beim ersten Blick weiß: Das muss ich ausprobieren. Genau so ist es bei diesen schnellen Zimtschnecken mit Quark. Der Teig ist unkompliziert, wunderbar weich und muss nicht stundenlang gehen. Statt Hefe verwenden wir Backpulver und Quark – dadurch kann der Teig direkt nach dem Kneten ausgerollt, mit Zimt und Zucker bestrichen und zu kleinen Schnecken geformt werden.
Besonders praktisch ist die Methode, die auf dem Bild zu sehen ist. Der Teig wird nicht zuerst zu einer großen Rolle aufgerollt und anschließend in Scheiben geschnitten. Stattdessen wird die gesamte Teigplatte mit Butter, Zimt und Zucker bestrichen und danach in lange Streifen geschnitten. Jeder Streifen wird einzeln aufgerollt. So entstehen besonders hübsche kleine Schnecken mit vielen sichtbaren Zimtschichten.
Für den Teig braucht man nur 200 g Quark und einige ganz normale Zutaten, die viele ohnehin zu Hause haben. Die Vorbereitung dauert ungefähr zehn Minuten. Danach müssen die Schnecken nur noch in den Backofen.
Außen werden sie leicht goldbraun, während sie innen weich und saftig bleiben. Der Duft von Zimt, Butter und frisch gebackenem Teig zieht dabei durch die ganze Küche. Noch leicht warm schmecken sie besonders gut – pur, mit etwas Puderzucker oder mit einem einfachen Zuckerguss.
Warum Quark für schnelle Zimtschnecken ideal ist
Klassische Zimtschnecken werden normalerweise aus Hefeteig hergestellt. Das schmeckt hervorragend, benötigt aber Zeit. Die Hefe muss aktiviert werden, anschließend muss der Teig aufgehen und nach dem Formen folgt häufig noch eine zweite Ruhezeit.
Wenn spontan Besuch kommt oder man einfach Lust auf etwas Süßes zum Kaffee bekommt, möchte man jedoch nicht unbedingt zwei Stunden warten.
Hier kommt der Quark-Öl-Teig ins Spiel.
Er benötigt keine Hefe und deshalb auch keine Gehzeit. Das Backpulver sorgt beim Backen dafür, dass der Teig locker wird. Der Quark bringt gleichzeitig Feuchtigkeit in den Teig und verhindert, dass die Schnecken trocken werden.
Das Ergebnis unterscheidet sich etwas von klassischen Hefeschnecken. Die Quark-Version ist etwas kompakter, dafür aber besonders saftig und vor allem viel schneller vorbereitet.
Zutaten für die schnellen Zimtschnecken
Für etwa 12–15 Stück benötigt ihr:
Für den Quarkteig:
200 g Quark
300 g Weizenmehl Type 405
1 Päckchen Backpulver
60 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
60 ml neutrales Pflanzenöl
3–4 EL Milch
1 Prise Salz
Für die Zimt-Zucker-Füllung:
50 g weiche Butter
70 g Zucker
2 EL Zimt
Optional zum Bestreichen:
2 EL Milch
Optional zum Servieren:
etwas Puderzucker
oder
80 g Puderzucker
1–2 EL Milch
Welche Zutaten eignen sich am besten?
Beim Quark könnt ihr normalen Speisequark verwenden. Ein Quark mit mittlerem Fettgehalt funktioniert besonders gut. Wichtig ist lediglich, dass er nicht extrem flüssig ist.
Falls euer Quark sehr feucht ist, kann der Teig etwas mehr Mehl benötigen. Deshalb sollte man nicht sofort zusätzliches Mehl hineingeben, sondern erst prüfen, wie sich der fertige Teig anfühlt.
Beim Öl eignet sich ein geschmacksneutrales Pflanzenöl, beispielsweise Sonnenblumen- oder Rapsöl. Stark aromatisches Olivenöl würde ich für dieses süße Gebäck nicht verwenden.
Für die Füllung sollte die Butter weich, aber nicht flüssig sein. So lässt sie sich gleichmäßig auf dem ausgerollten Teig verstreichen, ohne dass sie an den Seiten herausläuft.
Beim Zimt könnt ihr die Menge natürlich anpassen. Wer ein kräftiges Zimtaroma liebt, kann ruhig etwas mehr verwenden.
Zubereitung
1. Backofen vorbereiten
Zuerst den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Eine runde Backform mit ungefähr 24–26 cm Durchmesser leicht einfetten oder mit Backpapier auslegen.
Die Schnecken können auch einzeln auf einem Backblech gebacken werden. In einer runden Form liegen sie allerdings dichter zusammen und bleiben dadurch an den Seiten besonders weich.
2. Quarkteig zubereiten
Quark, Ei, Zucker, Vanillezucker, Öl, Milch und eine Prise Salz in eine große Schüssel geben.
Alles kurz miteinander verrühren, bis eine möglichst gleichmäßige Masse entstanden ist.
Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und portionsweise zur Quarkmasse geben.
Zunächst mit einem Löffel oder den Knethaken vermischen. Sobald der Teig fester wird, kurz mit den Händen weiterkneten.
Hier ist wichtig: nicht unnötig lange kneten.
Sobald ein glatter, weicher Teig entstanden ist, reicht es vollkommen.
Der fertige Teig sollte weich und geschmeidig sein, aber nicht stark an den Händen kleben.
Ist er noch sehr klebrig, gebt esslöffelweise etwas Mehl hinzu. Nicht sofort große Mengen verwenden, sonst werden die fertigen Schnecken trocken.
Ist der Teig dagegen ungewöhnlich fest, kann noch ein kleiner Schuss Milch helfen.
3. Teig ausrollen
Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben.
Den Teig darauf zu einem großen Rechteck ausrollen. Eine Größe von ungefähr 35 × 45 cm ist ideal.
Der Teig sollte relativ dünn sein, aber nicht so dünn, dass er beim späteren Aufrollen reißt.
Genau dieser Schritt ist auf dem Bild gut zu erkennen: Wir benötigen eine große, möglichst gleichmäßige Teigfläche.
4. Butter verteilen
Die weiche Butter dünn auf der gesamten Teigoberfläche verstreichen.
Dabei könnt ihr rundherum einen sehr kleinen Rand frei lassen.
Die Butter sollte wirklich weich sein. Ist sie noch hart, drückt man beim Verstreichen Löcher in den Teig.
Falls ihr vergessen habt, die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen, könnt ihr sie kurz bei Raumtemperatur stehen lassen. Sie sollte streichfähig, aber keinesfalls komplett geschmolzen sein.
5. Zimt und Zucker darübergeben
Zucker und Zimt in einer kleinen Schüssel gründlich miteinander vermischen.
Die Mischung anschließend großzügig und möglichst gleichmäßig über die gebutterte Teigfläche streuen.
Genau wie auf dem Bild darf die Oberfläche ordentlich mit Zimt-Zucker bedeckt sein.
Mit der Hand oder einem Löffel könnt ihr die Mischung ganz leicht auf die Butter drücken. Dadurch bleibt beim Schneiden und Aufrollen mehr davon am Teig haften.
6. In lange Streifen schneiden
Jetzt kommt der entscheidende Schritt für die Form auf dem Bild.
Die belegte Teigplatte mit einem Pizzaschneider oder einem scharfen Messer in etwa 2–3 cm breite lange Streifen schneiden.
Versucht, die Streifen ungefähr gleich breit zu machen. Dadurch werden später auch die Schnecken ähnlich groß und benötigen dieselbe Backzeit.
Mit einem Pizzaroller geht das besonders schnell und sauber.
7. Die Schnecken einzeln aufrollen
Nun jeden Teigstreifen an einem Ende greifen und vorsichtig aufrollen.
Nicht extrem fest drücken. Die Schnecke sollte ihre Form behalten, aber der Teig braucht beim Backen noch etwas Platz, um aufzugehen.
Das Ende des Streifens leicht am Teig festdrücken.
Auf diese Weise entstehen die charakteristischen kleinen Spiralen, die man auch auf dem Bild sieht.
Falls etwas Zimt-Zucker auf der Arbeitsfläche zurückbleibt, ist das überhaupt kein Problem.
8. In die Form setzen
Die fertigen Schnecken nebeneinander in die vorbereitete Backform stellen.
Beginnt am besten außen und arbeitet euch anschließend zur Mitte vor.
Zwischen den einzelnen Schnecken könnt ihr einen kleinen Abstand lassen. Durch das Backpulver gehen sie während des Backens noch etwas auf und wachsen schließlich zusammen.
Wer eine schönere goldbraune Oberfläche möchte, kann die Schnecken jetzt noch ganz dünn mit etwas Milch bestreichen.
9. Backen
Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen.
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 20–25 Minuten backen.
Je nach Backofen kann die genaue Backzeit etwas variieren.
Nach ungefähr 18–20 Minuten deshalb einmal nachsehen. Sobald die Oberfläche appetitlich goldbraun aussieht, sind die Schnecken normalerweise fertig.
Sie sollten nicht zu dunkel gebacken werden, denn gerade der weiche, saftige Kern macht diese Quarkschnecken so lecker.

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