Als ich dieses Rezept vor einigen Jahren bei einer älteren Nachbarin probieren durfte, war ich ehrlich überrascht. Ich hatte Brokkoli bisher meist nur als Beilage gegessen, doch sie bereitete daraus eine unglaublich cremige Suppe zu, die selbst meine Familie, die bei Gemüse oft skeptisch ist, restlos begeisterte. Schon der Duft von sanft angeschwitzten Zwiebeln, Knoblauch und frischem Brokkoli erfüllte die ganze Küche und machte sofort Appetit.
Seitdem gehört diese Brokkoli-Kartoffel-Suppe zu meinen Lieblingsrezepten für kühle Tage. Sie ist einfach, günstig, gesund und trotzdem wunderbar sättigend. Die Kartoffeln sorgen für eine herrlich cremige Konsistenz, während Brokkoli und Karotten der Suppe Frische, Farbe und viele wertvolle Nährstoffe verleihen. Besonders schön ist, dass sie ohne komplizierte Zutaten auskommt und trotzdem schmeckt, als hätte sie stundenlang gekocht.
Ob als leichtes Mittagessen, wärmendes Abendessen oder Vorspeise für Gäste – diese Suppe gelingt immer und lässt sich ganz nach Geschmack verfeinern. Mit etwas geriebenem Käse, knusprigen Croutons oder frischem Brot wird daraus ein echtes Wohlfühlgericht, das man immer wieder kochen möchte.
Zutaten (4–5 Portionen)
1 großer Brokkoli
4 mittelgroße Kartoffeln
1 große Karotte
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Butter oder Olivenöl
800 ml Gemüsebrühe
150 ml Sahne oder Kochsahne
100 g geriebener Cheddar oder Gouda (optional)
Salz
Schwarzer Pfeffer
½ TL Muskatnuss
1 TL getrocknete Petersilie oder frische Petersilie
Etwas Zitronensaft nach Geschmack
Zubereitung
Den Brokkoli gründlich waschen. Die Röschen in mundgerechte Stücke teilen. Den Strunk nicht wegwerfen, sondern schälen und in kleine Würfel schneiden, denn gerade dort steckt viel Geschmack.
Die Kartoffeln schälen und in gleichmäßige Würfel schneiden. Die Karotte ebenfalls schälen und in feine Scheiben oder kleine Stifte schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
In einem großen Topf Butter oder Öl erhitzen. Zuerst die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 3 bis 4 Minuten glasig dünsten. Anschließend den Knoblauch hinzufügen und nur etwa 30 Sekunden mitbraten, damit er sein Aroma entfaltet.
Jetzt Kartoffeln, Karotten und den Brokkolistrunk in den Topf geben. Alles zwei bis drei Minuten unter Rühren anschwitzen.
Mit der Gemüsebrühe aufgießen und zum Kochen bringen. Danach die Hitze reduzieren und etwa 10 Minuten köcheln lassen.
Nun die Brokkoliröschen hinzufügen und weitere 8 bis 10 Minuten garen, bis das gesamte Gemüse weich ist.
Wer gerne Gemüsestücke in der Suppe mag, nimmt jetzt einige Brokkoliröschen und Kartoffelstücke heraus und legt sie beiseite.
Den restlichen Topfinhalt mit einem Stabmixer fein pürieren, bis eine wunderbar cremige Konsistenz entsteht.
Sahne unterrühren und nach Wunsch den geriebenen Käse langsam einrühren, bis er vollständig geschmolzen ist.
Die beiseitegelegten Gemüsestücke wieder zurück in die Suppe geben.
Mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zitronensaft abschmecken. Noch einmal zwei bis drei Minuten leicht erhitzen, aber nicht mehr stark kochen lassen.
Zum Servieren etwas Petersilie darüberstreuen und nach Wunsch mit frisch gemahlenem Pfeffer verfeinern.
Die Suppe schmeckt besonders gut mit frischem Bauernbrot, knusprigem Baguette oder selbstgemachten Croutons.
Tipps und Varianten
Für eine besonders samtige Konsistenz einen Teil der Kartoffeln länger mitpürieren.
Wer Kalorien sparen möchte, ersetzt die Sahne durch Milch oder Frischkäse light.
Mit geröstetem Speck oder gebratener Hähnchenbrust wird die Suppe noch sättigender.
Ein wenig geriebener Parmesan oder Cheddar sorgt für einen besonders kräftigen Geschmack.
Wer es würziger mag, gibt etwas Paprikapulver oder Chiliflocken hinzu.
Auch Blumenkohl oder Lauch passen hervorragend in dieses Rezept.
Die Suppe lässt sich problemlos einfrieren und schmeckt nach dem Auftauen fast genauso gut wie frisch gekocht.
Am nächsten Tag ist sie oft sogar noch aromatischer, weil sich die Gewürze perfekt verbunden haben.

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