Aspirin in der Waschmaschine – der alte Haushaltstrick, den schon unsere Großmütter kannten
Ich liebe diese alten Haushaltstipps, bei denen man im ersten Moment denkt: Das kann doch unmöglich funktionieren. Genau so ging es mir, als mir eine ältere Bekannte erzählte, dass sie früher Aspirin für vergilbte weiße Wäsche verwendet habe.
Zuerst dachte ich, ich hätte sie falsch verstanden.
Aspirin?
Also tatsächlich die Tabletten aus der Hausapotheke?
Sie erzählte mir, dass dieser Trick früher immer wieder weitergegeben wurde. Wenn weiße Hemden, Bettwäsche oder Handtücher mit der Zeit einen gelblichen oder gräulichen Schleier bekamen, wurden einige Aspirintabletten zerdrückt, in Wasser aufgelöst und die Wäsche darin eingeweicht.
Natürlich musste ich wissen, was dahintersteckt.
Und tatsächlich findet man diesen alten Tipp bis heute immer wieder. Allerdings sollte man dabei eines wissen: Aspirin ist kein Wundermittel und ersetzt weder ein gutes Waschmittel noch einen geeigneten Fleckenentferner. Trotzdem ist interessant, warum ausgerechnet diese Tablette seit Jahrzehnten mit weißer Wäsche in Verbindung gebracht wird.
Der Wirkstoff in Aspirin heißt Acetylsalicylsäure. In Wasser kann daraus unter anderem Salicylsäure entstehen. Daher stammt vermutlich die Vorstellung, eine leicht saure Lösung könne bestimmte Ablagerungen auf Textilien lösen oder vergilbte Stellen auffrischen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Aspirin wie ein klassisches Bleichmittel arbeitet.
Und genau deshalb würde ich die Tabletten auch nicht einfach, wie auf manchen Bildern zu sehen, direkt in die Waschmaschine werfen.
Wenn man diesen traditionellen Haushaltstrick überhaupt ausprobieren möchte, ist vorheriges Auflösen und Einweichen die sinnvollere Variante.
Was man dafür braucht
4–6 einfache, unbeschichtete Aspirintabletten
etwa 2–3 Liter warmes Wasser
eine Schüssel oder einen Eimer
anschließend normales Waschmittel
Am besten eignet sich der Versuch für robuste weiße Textilien wie Baumwolle oder Leinen.
Bei empfindlichen Materialien würde ich darauf verzichten.
So wurde der alte Trick angewendet
Zunächst die Aspirintabletten möglichst fein zerdrücken.
Das Pulver anschließend in warmes Wasser geben und gründlich umrühren, bis sich möglichst viel davon aufgelöst hat.
Die vergilbte oder gräulich gewordene weiße Wäsche hineinlegen. Sie sollte vollständig mit Wasser bedeckt sein.
Nun mehrere Stunden einweichen lassen.
Traditionell wird häufig von 4–8 Stunden oder sogar über Nacht gesprochen.
Anschließend die Textilien herausnehmen und ganz normal entsprechend dem Pflegeetikett in der Waschmaschine waschen.
Wichtig ist dabei, die empfohlene Waschtemperatur des jeweiligen Kleidungsstücks nicht zu überschreiten.
Mehr Hitze bedeutet nicht automatisch ein besseres Ergebnis.
Warum sollte man die Tabletten nicht einfach in die Trommel werfen?
Auf Bildern im Internet sieht man häufig eine Handvoll Aspirintabletten, die direkt in eine Waschmaschine gegeben werden.

0 commentaires:
Enregistrer un commentaire