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lundi 7 septembre 2026

Das war der Lieblingskuchen meiner Großmutter! Jetzt weiß ich warum



Manche Kuchen sehen schon beim Anschneiden so aus, dass man sofort weiß: Davon bleibt wahrscheinlich nicht viel übrig. Genau so ist es bei diesem wunderbar weichen Sahnekuchen. Mehrere lockere Kuchenschichten, dazwischen eine cremige Frischkäsefüllung und außen eine großzügige Schicht Creme – dazu Kokos und geröstete Nüsse. Für mich ist das genau die Art Kuchen, die früher bei Familienfeiern auf dem Tisch stand und bei der jeder noch ein zweites Stück wollte.

Meine Großmutter mochte solche Kuchen besonders gern. Nicht übertrieben kompliziert, aber trotzdem etwas Besonderes. Wenn Besuch angekündigt war, wurde morgens gebacken, später die Creme angerührt und am Nachmittag stand der fertige Kuchen neben der Kaffeekanne. Als Kind interessierte mich natürlich weniger, wie viel Arbeit darin steckte. Ich wartete eigentlich nur darauf, dass endlich angeschnitten wurde.

Erst viel später habe ich verstanden, warum diese Kombination so gut funktioniert. Der Kuchen selbst ist weich und locker, während die Frischkäsecreme eine angenehme Fülle mitbringt. Kokosraspeln sorgen für eine feine Süße und die gerösteten Pekannüsse für etwas Biss. Gerade dieser Gegensatz macht jedes Stück so lecker.

Das Rezept erinnert an die in den USA bekannte Italian Cream Cake. Trotz ihres Namens gilt diese Torte eher als amerikanischer Klassiker und wird besonders gern zu Geburtstagen, Feiertagen oder größeren Familienfeiern serviert.

Zutaten

Für 3 Kuchenböden mit etwa 22–23 cm Durchmesser:

250 g Weizenmehl
300 g Zucker
120 g weiche Butter
120 ml neutrales Pflanzenöl
5 Eier
240 ml Buttermilch
1 TL Vanilleextrakt
1 TL Natron
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
100 g Kokosraspeln
100 g Pekannüsse, grob gehackt

Für die Frischkäsecreme:

400 g Frischkäse
180 g weiche Butter
350–400 g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz
50–70 g gehackte Pekannüsse zum Verzieren
etwas Kokos nach Geschmack
Zubereitung

Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Drei Springformen oder Kuchenformen mit etwa 22–23 cm Durchmesser einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Wer nur eine Form besitzt, kann die Böden natürlich nacheinander backen.

Die Pekannüsse zunächst ohne zusätzliches Fett für einige Minuten in einer Pfanne leicht anrösten. Sobald sie angenehm duften, vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen. Dieser kleine zusätzliche Schritt macht geschmacklich einen erstaunlich großen Unterschied.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer kleinen Prise Salz steif schlagen und zunächst beiseitestellen.

In einer großen Schüssel die weiche Butter zusammen mit Zucker einige Minuten cremig aufschlagen. Anschließend das Öl langsam unterrühren. Nun die Eigelbe einzeln dazugeben und jedes kurz einarbeiten, bevor das nächste folgt. Zum Schluss die Vanille unterrühren.

Mehl, Backpulver und Natron separat vermischen. Die trockenen Zutaten nun abwechselnd mit der Buttermilch zur Buttermasse geben. Dabei nur so lange rühren, bis gerade eben ein gleichmäßiger Teig entstanden ist.

Kokosraspeln und ungefähr 100 g der gerösteten Pekannüsse vorsichtig unterheben. Ganz zum Schluss kommt das geschlagene Eiweiß dazu. Dieses nicht kräftig einrühren, sondern mit einem Teigschaber behutsam unterheben. Dadurch bleibt möglichst viel Luft im Teig und die Böden werden schön locker.

Den Teig gleichmäßig auf die drei vorbereiteten Formen verteilen und glatt streichen.

Die Böden etwa 25–30 Minuten backen. Gegen Ende mit einem Holzstäbchen prüfen, ob sie durchgebacken sind. Kommt das Stäbchen sauber oder lediglich mit einigen trockenen Krümeln heraus, können die Böden aus dem Ofen.

Etwa zehn Minuten in den Formen abkühlen lassen und anschließend vorsichtig herauslösen. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Dieser Punkt ist wichtig: Die Böden dürfen beim Bestreichen wirklich nicht mehr warm sein, sonst wird die Frischkäsecreme weich und kann verlaufen.

Für die Creme zunächst die weiche Butter kurz cremig schlagen. Den Frischkäse und Vanille dazugeben und alles nur so lange miteinander vermengen, bis eine glatte Masse entsteht.

Den gesiebten Puderzucker portionsweise einarbeiten. Beginnt am besten mit etwa 350 g und schaut euch die Konsistenz an. Die Creme soll weich und streichfähig sein, aber gleichzeitig genügend Stand haben, um zwischen den Kuchenschichten zu bleiben.

Nun den ersten vollständig ausgekühlten Boden auf eine Kuchenplatte setzen. Eine großzügige Portion Frischkäsecreme darauf verteilen und glatt streichen. Den zweiten Boden darauflegen und erneut mit Creme bestreichen. Anschließend den dritten Boden aufsetzen.

Die restliche Creme auf der Oberfläche und rund um die Seiten verteilen. Sie muss dabei gar nicht vollkommen glatt aussehen. Gerade eine etwas großzügig aufgetragene Creme passt wunderbar zu diesem klassischen Familienkuchen.

Zum Abschluss einige gehackte Pekannüsse auf der Oberfläche und am Rand verteilen. Wer Kokos besonders gern mag, kann zusätzlich ein paar Kokosraspeln darüberstreuen.

Danach sollte der Kuchen für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, besser noch etwas länger. Die Creme wird dadurch fester und die einzelnen Schichten verbinden sich miteinander. Vor dem Servieren kann man ihn etwa 15–20 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Beim Anschneiden zeigt sich dann das Schönste an diesem Kuchen: die hohen, hellen und lockeren Schichten mit der cremigen Füllung dazwischen. Die Böden bleiben angenehm saftig, die Frischkäsecreme ist weich und die kleinen Nussstückchen sorgen immer wieder für etwas Biss.

So schmeckt er besonders gut

Wenn ihr den Kuchen am Vortag vorbereitet, wird er sogar noch besser. Über Nacht zieht ein wenig Feuchtigkeit aus der Creme in die Böden und macht sie besonders zart. Deshalb eignet sich das Rezept hervorragend, wenn Gäste kommen und man am eigentlichen Tag nicht mehr lange in der Küche stehen möchte.

Pekannüsse passen klassisch besonders gut, aber auch Walnüsse funktionieren. Wer Kokos nicht mag, kann die Menge reduzieren oder ganz darauf verzichten. Die Creme sollte dagegen möglichst schlicht bleiben – Frischkäse, Butter, Vanille und Puderzucker reichen vollkommen aus.

Im Kühlschrank hält sich der Kuchen gut abgedeckt etwa 3 Tage. Ich würde ihn allerdings nicht eiskalt servieren. Ein Stück schmeckt deutlich cremiger und aromatischer, wenn es vorher kurz bei Zimmertemperatur stehen durfte.

Und genau dann versteht man auch, warum so ein Kuchen zum Familienliebling werden kann: ein weicher Boden, reichlich Creme, ein bisschen Kokos und knackige Nüsse. Kein modernes Dessert mit zwanzig komplizierten Arbeitsschritten, sondern einfach ein richtig guter Kuchen für eine große Kanne Kaffee und einen langen Nachmittag am Tisch.

 

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