Top Ad 728x90

lundi 7 septembre 2026

Der Fehler, den fast jeder mit der Spülmaschine macht – und warum Vorspülen oft unnötig ist



Der Fehler, den fast jeder mit der Spülmaschine macht – und warum Vorspülen oft unnötig ist

Die Spülmaschine gehört zu den Geräten, über die man im Alltag kaum noch nachdenkt. Teller, Gläser und Besteck hinein, Reiniger dazu, Programm starten – fertig. Trotzdem gibt es eine Gewohnheit, die sich in erstaunlich vielen Haushalten hält: Das Geschirr wird unter dem Wasserhahn gründlich abgespült, bevor es überhaupt in die Maschine kommt.

Auf den ersten Blick klingt das vernünftig. Schließlich möchte niemand eingetrocknete Soßenreste oder Essensreste nach dem Spülgang noch auf dem Teller finden. Doch bei modernen Spülmaschinen ist ein gründliches Vorspülen normalerweise gar nicht erforderlich. In vielen Fällen genügt es vollkommen, größere Speisereste zu entfernen.

Damit spart man nicht nur einen zusätzlichen Arbeitsschritt, sondern auch Wasser.

Warum viele ihr Geschirr trotzdem vorspülen

Diese Angewohnheit stammt häufig noch aus Zeiten älterer Spülmaschinen. Früher waren Geräte, Programme und Reiniger teilweise weniger leistungsfähig. Stark verschmutztes oder eingetrocknetes Geschirr konnte deshalb tatsächlich problematisch sein.

Viele haben sich daher angewöhnt, jeden Teller kurz unter den Wasserhahn zu halten. Manche gehen sogar noch weiter und spülen das Geschirr praktisch vollständig sauber, bevor es in die Maschine gestellt wird.

Das Ergebnis sieht zwar ordentlich aus, wirft aber eine berechtigte Frage auf: Wenn das Geschirr bereits fast sauber in die Maschine kommt, wozu braucht man dann überhaupt noch einen vollständigen Spülgang?

Bei heutigen Geräten reicht es in der Regel, grobe Essensreste abzustreifen oder abzukratzen. Knochen, größere Gemüsestücke, Serviettenreste und Ähnliches gehören natürlich nicht in die Maschine.

Ein dünner Soßenfilm oder normale Speisereste auf einem Teller sind dagegen genau die Art von Verschmutzung, für deren Entfernung eine Spülmaschine konstruiert wurde.

Abkratzen statt gründlich abspülen

Das ist wahrscheinlich die einfachste Regel, die man sich merken kann.

Nach dem Essen werden größere Reste mit Besteck oder einem Küchentuch entfernt. Anschließend kommt der Teller direkt in die Spülmaschine.

Ein minutenlanges Abspülen unter fließendem Wasser ist normalerweise nicht notwendig.

Natürlich gibt es Ausnahmen. Hat beispielsweise etwas mehrere Stunden oder sogar Tage gestanden und ist extrem stark eingetrocknet, kann ein kurzes Einweichen sinnvoll sein. Auch ungewöhnlich hartnäckige Verschmutzungen können eine Sonderbehandlung benötigen.

Im normalen Alltag sollte daraus aber kein obligatorischer zweiter Spülgang am Waschbecken werden.

Die richtige Beladung ist mindestens genauso wichtig

Wenn Teller nach dem Spülen noch schmutzig sind, liegt die Ursache nicht automatisch darin, dass sie vorher nicht abgespült wurden.

Sehr häufig ist schlicht die Maschine ungünstig beladen.

Große Teller sollten so stehen, dass sie sich nicht gegenseitig vollständig verdecken. Schüsseln werden mit der Öffnung nach unten beziehungsweise schräg nach unten eingeordnet, damit sich darin kein Wasser sammelt.

Bei Töpfen und größeren Schüsseln sollte man darauf achten, dass sie die Sprüharme nicht blockieren.

Nach dem Beladen kann man den unteren Sprüharm einmal vorsichtig mit der Hand drehen. Kann er sich frei bewegen, ist das schon einmal ein gutes Zeichen.

Auch beim Besteck sollte man darauf achten, dass nicht mehrere Löffel exakt ineinanderliegen. Dort gelangt das Wasser nur schwer zwischen die einzelnen Flächen.

Die Maschine darf also ruhig voll sein – aber sie sollte nicht so vollgestopft werden, dass Wasser und Reiniger bestimmte Bereiche kaum noch erreichen können.

Auch das Spülprogramm macht einen Unterschied

Nicht jedes Programm ist für jede Situation gedacht.

Ein Eco-Programm benötigt häufig deutlich länger, arbeitet dafür aber besonders effizient. Die lange Laufzeit bedeutet also nicht automatisch, dass besonders viel Energie verbraucht wird.

Bei stark verschmutzten Töpfen und Auflaufformen kann dagegen ein intensiveres Programm sinnvoll sein.

Das kurze Programm klingt im Alltag verlockend, ist aber nicht automatisch die beste Wahl für eine komplett gefüllte Maschine mit stark verschmutztem Geschirr.

Deshalb lohnt sich tatsächlich ein Blick in die Bedienungsanleitung des eigenen Geräts. Dort erklärt der Hersteller, für welche Art von Beladung die einzelnen Programme vorgesehen sind.

Reiniger nicht einfach nach Gefühl verwenden

Auch hier gilt nicht unbedingt: mehr hilft mehr.

Zu viel Reiniger kann ebenso unnötig sein wie zu wenig. Bei Tabs ist die Dosierung besonders einfach, während sich Pulver flexibler an Beladung und Verschmutzung anpassen lässt.

Welche Variante besser funktioniert, hängt vom Gerät, dem gewählten Programm und auch von der Wasserhärte ab.

Gerade die Wasserhärte wird häufig unterschätzt.

Bei härterem Wasser können sich mit der Zeit Kalkablagerungen bilden. Außerdem können Gläser und Geschirr stumpf wirken. Deshalb besitzen viele Spülmaschinen eine einstellbare Wasserenthärtung und einen Behälter für Regeneriersalz.

Die Einstellung sollte zur örtlichen Wasserhärte passen.

Bei Kombi-Tabs sollte man trotzdem die Hinweise des Geräteherstellers beachten. Je nach Wasserhärte und Maschine können zusätzliches Salz oder Klarspüler weiterhin sinnvoll sein.

Wenn das Geschirr plötzlich nicht mehr richtig sauber wird

Bevor man beginnt, wieder jeden Teller gründlich vorzuspülen, lohnt sich eine kurze Kontrolle der Maschine.

Besonders wichtig ist das Sieb beziehungsweise Filtersystem am Boden. Dort sammeln sich Speisereste und andere Rückstände. Wird der Filter lange nicht gereinigt, kann sich die Spülleistung verschlechtern und es können unangenehme Gerüche entstehen.

Auch die kleinen Öffnungen der Sprüharme sollten gelegentlich kontrolliert werden. Sind einzelne Düsen zugesetzt, verteilt sich das Wasser nicht mehr optimal.

Zusätzlich sollte man prüfen, ob sich die Sprüharme überhaupt frei drehen können. Ein großer Teller, ein Pfannenstiel oder ein langes Besteckteil reicht manchmal schon aus, um einen Sprüharm zu blockieren.

Wer regelmäßig Probleme mit Rückständen hat, sollte daher zunächst Beladung, Filter, Sprüharme, Reiniger und Programmeinstellung kontrollieren.

Ein kleiner Unterschied, der sich im Alltag summiert

Ein einzelner Teller unter dem Wasserhahn erscheint natürlich nicht dramatisch. Wenn aber nach jeder Mahlzeit zehn oder zwanzig Teile vorgespült werden und das an nahezu jedem Tag geschieht, kommt über Monate einiges zusammen.

Genau deshalb ist die einfache Gewohnheit „abkratzen statt vorspülen“ so praktisch.

Das Geschirr muss nicht vollkommen sauber in die Spülmaschine gestellt werden. Entfernt die groben Reste, beladet die Maschine vernünftig und überlasst den eigentlichen Abwasch dem Gerät.

Schließlich wurde die Spülmaschine genau dafür gebaut.


 

0 commentaires:

Enregistrer un commentaire