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mardi 1 septembre 2026



Diese einfache Mischung lässt Ihr Zuhause herrlich frisch duften – seit ich sie ausprobiert habe, werde ich ständig danach gefragt



Vor einiger Zeit war ich bei einer Bekannten zu Besuch, eigentlich nur auf einen schnellen Kaffee. Schon als sie mir die Haustür öffnete, fiel mir etwas auf: In ihrer Wohnung roch es unglaublich angenehm. Nicht nach einem schweren Parfüm und auch nicht nach einem dieser künstlichen Raumsprays, bei denen man nach fünf Minuten am liebsten wieder das Fenster öffnen möchte. Es war einfach ein sauberer, frischer Duft, ein bisschen wie frisch gewaschene Wäsche.

Zuerst sagte ich nichts dazu. Wir saßen eine Weile in der Küche, tranken unseren Kaffee und unterhielten uns. Doch als ich später ins Wohnzimmer ging, bemerkte ich denselben angenehmen Duft wieder. Irgendwann musste ich sie einfach fragen, was sie benutzt. Ich war mir ziemlich sicher, dass irgendwo ein elektrischer Duftspender versteckt war oder dass sie einen dieser teuren Raumdiffuser gekauft hatte.

Sie musste lachen und sagte: „Das mache ich selbst.“

Natürlich wollte ich sofort wissen, wie. Sie holte eine einfache Flasche aus einem Schrank und erklärte mir ihre Mischung. Als ich hörte, wie wenige Zutaten sie dafür verwendete, war ich ehrlich gesagt skeptisch. Ein wenig Wasser, etwas Weichspüler und Natron – das sollte alles sein? Ich konnte mir kaum vorstellen, dass genau diese einfache Mischung für den angenehmen Duft verantwortlich war.

Ein paar Tage später erinnerte ich mich wieder daran. Ich hatte gerade gekocht, in der Küche hing noch der Geruch vom Essen und für den Nachmittag hatte sich Besuch angekündigt. Also dachte ich mir: Jetzt probiere ich diesen Trick einfach einmal aus.

Beim ersten Versuch machte ich allerdings gleich einen typischen Fehler. Ich dachte, etwas mehr Weichspüler würde automatisch für einen besseren Duft sorgen. Das Gegenteil war der Fall. Die Mischung roch so intensiv, dass ich nach kurzer Zeit wieder lüften musste. Beim zweiten Versuch nahm ich deutlich weniger – und genau diese Variante gefiel mir schließlich richtig gut.

Seitdem bereite ich die Mischung gelegentlich selbst zu. Sie ersetzt natürlich weder das Lüften noch das normale Putzen, aber als dezenter Raumduft nach dem Aufräumen finde ich sie ausgesprochen praktisch. Besonders gefällt mir, dass man selbst bestimmen kann, wie intensiv der Duft sein soll.

Das braucht man für die Mischung

500 ml lauwarmes Wasser
1 Esslöffel Natron
1 bis 2 Esslöffel Weichspüler
optional 5 bis 10 Tropfen ätherisches Öl

Außerdem benötigt man eine saubere Sprühflasche und am besten einen kleinen Trichter oder Messbecher.

Ich beginne inzwischen grundsätzlich mit nur einem Esslöffel Weichspüler. Je nachdem, welches Produkt man verwendet, kann der Duft nämlich bereits sehr intensiv sein. Mehr hinzufügen kann man später immer noch.

Wer ätherisches Öl verwenden möchte, kann beispielsweise Lavendel oder eine leichte Zitrusnote ausprobieren. Ich würde allerdings auch hier sparsam anfangen. Verschiedene intensive Düfte miteinander zu vermischen, ergibt nicht automatisch einen angenehmeren Raumduft.

So bereite ich die Mischung zu

Zuerst gebe ich das lauwarme Wasser in einen ausreichend großen Messbecher. Es muss nicht heiß sein; eine angenehme lauwarme Temperatur reicht vollkommen aus. Anschließend gebe ich einen Esslöffel Weichspüler hinzu und verrühre beides langsam miteinander.

Danach kommt das Natron dazu. Ich gebe es nicht auf einmal hinein, sondern rühre es nach und nach unter. Wer zusätzlich einige Tropfen ätherisches Öl verwenden möchte, kann sie jetzt hinzufügen. Anschließend wird die Mischung noch einmal vorsichtig verrührt und mithilfe eines Trichters in eine saubere Sprühflasche gefüllt.

Vor der Verwendung schüttle ich die Flasche kurz. Dann sprühe ich ein- oder zweimal in die Raumluft und warte zunächst einige Minuten. Gerade das Warten ist wichtig, denn unmittelbar nach dem Sprühen denkt man häufig, der Duft sei zu schwach und verwendet viel zu viel. Nach einigen Minuten verteilt er sich jedoch im Raum und wird deutlich wahrnehmbarer.

Das habe ich beim ersten Mal unterschätzt. Inzwischen weiß ich: Weniger ist hier wirklich mehr.

Warum es in manchen Wohnungen trotz Putzen nicht richtig frisch riecht

Das ist etwas, das wahrscheinlich viele kennen. Man hat die Küche sauber gemacht, den Boden gewischt und alles aufgeräumt, trotzdem wirkt die Raumluft irgendwie abgestanden. Das bedeutet nicht unbedingt, dass eine Wohnung schmutzig ist. In einem bewohnten Zuhause entstehen schließlich ständig unterschiedliche Gerüche.

Beim Kochen verteilen sich beispielsweise Gerüche von Zwiebeln, Knoblauch, Fleisch oder Fisch. Im Eingangsbereich stehen Schuhe und Jacken, im Badezimmer hängen feuchte Handtücher und im Wohnzimmer nehmen Teppiche, Vorhänge und Polstermöbel mit der Zeit verschiedene Gerüche aus ihrer Umgebung auf. Wer Haustiere hat, kennt das ebenfalls.

Besonders deutlich merkt man es im Winter. Dann bleiben die Fenster häufiger geschlossen und der Luftaustausch ist geringer. Im Sommer wiederum können warme Räume schnell etwas stickig wirken.

Deshalb beginne ich immer mit dem einfachsten Schritt: Ich lüfte.

Ich öffne die Fenster vollständig und lasse einige Minuten frische Luft durch die Wohnung ziehen. Wenn möglich, öffne ich Fenster auf gegenüberliegenden Seiten, damit ein richtiger Luftaustausch entsteht. Erst danach benutze ich gelegentlich die Duftmischung.

Das Ergebnis ist meiner Erfahrung nach wesentlich angenehmer, als einen Raum einfach mit irgendeinem Duft einzusprühen, während die alte Luft noch darin steht.


 

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