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mardi 1 septembre 2026



Steak aus der Heißluftfritteuse – außen kräftig gebräunt, innen wunderbar saftig


Steak aus der Heißluftfritteuse? Beim ersten Mal war ich selbst etwas skeptisch. Ein gutes Stück Rindfleisch gehört schließlich in die heiße Pfanne oder auf den Grill – zumindest dachte ich das lange Zeit. Aber gerade wenn draußen kein Grillwetter ist und man anschließend nicht die ganze Küche voller Fettspritzer haben möchte, ist der Airfryer tatsächlich eine richtig praktische Alternative.

Besonders gut funktioniert das Ganze mit etwas dickeren Steaks. Ich nehme am liebsten Ribeye beziehungsweise Entrecôte, weil die feine Fettmarmorierung dafür sorgt, dass das Fleisch beim Garen schön saftig bleibt. Ein sehr mageres und dünnes Steak würde ich für diese Methode eher nicht verwenden.

Das Wichtigste ist allerdings die Garzeit. Die Angaben können immer nur ein Richtwert sein, denn ein zwei Zentimeter dickes Steak braucht natürlich deutlich weniger Zeit als ein richtig dickes Stück Fleisch. Deshalb verlasse ich mich inzwischen lieber auf die Kerntemperatur als ausschließlich auf die Uhr.

Und noch etwas macht einen überraschend großen Unterschied: Nach dem Garen ein Stück Kräuterbutter auf das heiße Steak geben und das Fleisch einige Minuten ruhen lassen. Die Butter schmilzt langsam über der Oberfläche und verbindet sich mit dem Fleischsaft – genau so schmeckt es mir am besten.

Steak aus der Heißluftfritteuse

Zutaten für 2 Personen:

2 Ribeye-Steaks bzw. Entrecôtes, jeweils etwa 250–300 g und ca. 2,5–3 cm dick
2 TL Olivenöl
1 TL Salz
½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
½ TL Knoblauchpulver
½ TL Zwiebelpulver
½ TL geräuchertes Paprikapulver
2 Stücke Kräuterbutter
nach Belieben etwas frischer Rosmarin oder Thymian

Ich würde die Steaks ungefähr 20–30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Anschließend mit Küchenpapier gut trocken tupfen. Gerade dieser kleine Schritt ist wichtig, damit die Oberfläche später schöner wird.

Die Steaks auf beiden Seiten dünn mit Olivenöl einreiben. Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver und Paprikapulver miteinander vermischen und das Fleisch damit von beiden Seiten würzen. Wer gutes Fleisch lieber ganz klassisch mag, kann es natürlich auch nur mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Heißluftfritteuse auf 200 °C etwa 3–5 Minuten vorheizen. Nicht jedes Gerät muss unbedingt vorgeheizt werden, aber bei Steak mache ich es trotzdem gerne, damit das Fleisch direkt in einen richtig heißen Korb kommt.

Anschließend die beiden Steaks nebeneinander in den Korb legen. Sie sollten sich möglichst nicht überlappen und rundherum etwas Platz haben, damit die heiße Luft zirkulieren kann.

Bei 200 °C garen und ungefähr nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.

Für etwa 2,5–3 cm dicke Ribeye-Steaks kann man sich grob an folgenden Zeiten orientieren:

Rare: etwa 8–9 Minuten
Medium Rare: etwa 9–11 Minuten
Medium: etwa 11–13 Minuten
Medium Well: etwa 13–14 Minuten
Well Done: etwa 14–16 Minuten

Bei einem Airfryer sollte man allerdings nicht blind nach diesen Minuten gehen. Geräte unterscheiden sich teilweise erstaunlich stark und auch Dicke und Ausgangstemperatur des Fleisches spielen eine Rolle.

Am zuverlässigsten ist deshalb ein Fleischthermometer. Für ein schön rosa Steak peile ich ungefähr 54–57 °C Kerntemperatur an. Für Medium darf es etwa 58–62 °C sein. Dabei bedenken, dass die Temperatur während der Ruhezeit noch etwas ansteigen kann.

Sobald das Steak den gewünschten Gargrad erreicht hat, aus dem Airfryer nehmen und auf einen Teller oder ein Brett legen. Jetzt sofort auf jedes Steak ein gutes Stück Kräuterbutter geben.

Das Fleisch anschließend etwa 5 Minuten ruhen lassen. Auch wenn es schwerfällt, sollte man diesen Schritt wirklich nicht überspringen. Direkt nach dem Garen angeschnitten verliert das Steak deutlich mehr Fleischsaft.

Während der Ruhezeit schmilzt die Kräuterbutter über dem heißen Fleisch. Wer möchte, legt noch einen kleinen Zweig Rosmarin oder Thymian dazu.

Danach kann serviert werden.

Schnelle Kräuterbutter selbst gemacht

Natürlich kann man fertige Kräuterbutter nehmen, aber selbst gemacht dauert sie kaum länger. Dafür einfach etwa 50 g weiche Butter mit einer kleinen gehackten Knoblauchzehe, Petersilie, etwas Schnittlauch, Salz und Pfeffer vermengen. Ein kleiner Spritzer Zitronensaft passt ebenfalls sehr gut dazu.

Die Butter zu einer kleinen Rolle formen und kurz kalt stellen. Davon anschließend eine dicke Scheibe auf jedes frisch gegarte Steak legen.

Was ich an der Airfryer-Methode besonders praktisch finde: Während das Fleisch gart, muss man eigentlich nichts machen. Kein Öl spritzt über den Herd und man muss nicht ständig neben einer heißen Pfanne stehen. Lediglich einmal wenden und gegen Ende die Kerntemperatur kontrollieren.

Natürlich bekommt man in einer sehr heißen Gusseisenpfanne eine noch intensivere Kruste. Wer genau diese starke Steakhouse-Kruste erwartet, sollte das wissen. Dafür ist die Heißluftfritteuse unkompliziert und liefert gerade bei gut marmoriertem Ribeye ein überraschend saftiges Ergebnis.

Ein häufiger Fehler ist übrigens, den Korb zu voll zu machen. Vier große Steaks gleichzeitig hineinzuzwängen funktioniert meistens schlechter. Die heiße Luft muss um das Fleisch herumströmen können. Bei einem normalen Airfryer würde ich deshalb lieber zwei Steaks gleichzeitig zubereiten.

Auch bei der Dicke lohnt es sich, beim Einkauf genauer hinzusehen. Sehr dünne Steaks sind schon durchgegart, bevor außen eine schöne Bräunung entstehen kann. Etwa 2,5 bis 3 cm Dicke finde ich für den Airfryer wesentlich angenehmer.

Dazu brauchen wir zu Hause gar nicht viel. Kartoffelspalten aus der Heißluftfritteuse, ein grüner Salat oder Kräuterbaguette reichen vollkommen. Besonders lecker sind auch Bratkartoffeln und ein einfacher Gurkensalat.

Wenn ich Kartoffelspalten dazu mache, bereite ich sie zuerst im Airfryer zu und halte sie anschließend kurz warm. Danach kommen die Steaks in den bereits heißen Korb. So hat man am Ende Fleisch und Beilage ohne großes Küchenchaos fertig.

Mein wichtigster Tipp: Bei Steak lieber ein paar Minuten zu früh kontrollieren als zu spät. Nachgaren kann man immer noch. Ist ein schönes Ribeye erst einmal komplett durchgegart, lässt sich das dagegen nicht mehr rückgängig machen.

Mit etwas Kräuterbutter direkt nach dem Garen ist diese einfache Airfryer-Version inzwischen eine meiner liebsten Möglichkeiten geworden, zwei Steaks schnell zuzubereiten. Außen schön gebräunt, innen saftig und nach rund 15 Minuten steht das Essen praktisch auf dem Tisch.

Und wer bisher überzeugt war, dass ein ordentliches Steak niemals aus einer Heißluftfritteuse kommen kann, sollte es zumindest einmal ausprobieren. Bei uns war die Skepsis nach dem ersten Anschnitt jedenfalls ziemlich schnell verschwunden.


 

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