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lundi 7 septembre 2026

Wozu dient der seltsame Abstand zwischen den Getränkehaltern im Auto?



Es gibt Dinge im Auto, die man jeden Tag sieht und trotzdem kaum beachtet. Man steigt ein, legt den Schlüssel ab, stellt den Kaffeebecher in die Mittelkonsole und fährt los. Erst wenn jemand auf ein bestimmtes Detail zeigt, beginnt man sich zu fragen, warum es eigentlich so gestaltet wurde. Genau so ist es mit dem kleinen Zwischenraum zwischen zwei Getränkehaltern, wie er auf dem Bild zu sehen ist. Die beiden seitlichen Kunststoffelemente wirken zunächst wie eine einfache Trennung der Becherhalter. Doch hinter solchen Formen steckt häufig mehr als nur das Design.

Die naheliegendste Erklärung ist zunächst ziemlich unspektakulär: Solche Stege und Aussparungen helfen dabei, unterschiedlich große Becher und Flaschen besser zu halten. Ein schmaler Kaffeebecher hat schließlich einen anderen Durchmesser als eine große Wasserflasche. Würden die Getränkehalter nur aus zwei großen runden Öffnungen bestehen, könnten kleinere Gefäße darin stärker wackeln. Die seitlichen Elemente verkleinern an bestimmten Stellen den verfügbaren Raum und können dadurch zusätzlichen Halt geben.

Allerdings lässt sich der Zwischenraum bei manchen Fahrzeugen noch für etwas anderes nutzen. Durch seine schmale Form eignet er sich beispielsweise dazu, einen dünnen Gegenstand oder den Henkel einer kleinen Tasche einzulegen beziehungsweise einzuklemmen. Genau dieser einfache Trick wird von vielen Autofahrern erst nach Jahren entdeckt.

Stellen Sie sich eine ganz gewöhnliche Situation vor. Sie fahren kurz zum Bäcker und kaufen Brötchen. Die kleine Tüte landet auf dem Beifahrersitz. An der nächsten Ampel müssen Sie etwas stärker bremsen und schon rutscht sie in den Fußraum. Ähnlich sieht es mit einer kleinen Einkaufstasche aus. Darin befinden sich vielleicht zwei Äpfel, eine Packung Käse und ein Joghurt. In der ersten Kurve kippt die Tasche um und der Inhalt verteilt sich im Auto.

Eine leichte Tasche kann man in einigen Fahrzeugen stabilisieren, indem man einen ihrer Henkel in eine passende Aussparung der Mittelkonsole legt. Ist der Abstand zwischen den Getränkehaltern dafür geeignet, bekommt die Tasche einen zusätzlichen Haltepunkt und kann nicht mehr ganz so leicht umfallen.

Dabei sollte man allerdings nicht davon ausgehen, dass jeder Hersteller diesen Zwischenraum ausdrücklich als Taschenhalter konstruiert hat. Das ist ein wichtiger Unterschied. Je nach Fahrzeugmodell kann die Form unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Manchmal gehört sie einfach zur Konstruktion des Getränkehalters, manchmal ist sie Bestandteil eines herausnehmbaren oder verstellbaren Einsatzes und manchmal ergibt sich daraus zusätzlich eine praktische Möglichkeit, kleinere Gegenstände zu fixieren.

Deshalb sollte man auch nichts mit Gewalt hineindrücken. Wenn ein Gegenstand problemlos hineinpasst und sicher sitzt, kann die Aussparung praktisch sein. Muss man dagegen stark drücken oder die Kunststoffteile auseinanderbiegen, ist das offensichtlich keine gute Idee.

Gerade Getränkehalter sind wesentlich komplizierter konstruiert, als sie auf den ersten Blick aussehen. Ein Hersteller muss berücksichtigen, dass darin ganz unterschiedliche Behälter landen werden. Der eine Fahrer stellt morgens einen kleinen Kaffeebecher hinein, der nächste eine 0,5-Liter-Flasche und ein anderer vielleicht einen großen Thermobecher.

Wäre die Öffnung exakt auf einen einzigen Durchmesser zugeschnitten, würden viele andere Behälter entweder gar nicht hineinpassen oder viel zu locker sitzen. Deshalb findet man in modernen Autos häufig flexible Einsätze, Gummilaschen, Kunststoffstege oder unterschiedlich geformte Bereiche innerhalb des Getränkehalters.

Bei der auf dem Foto sichtbaren Konstruktion fallen besonders die beiden gegenüberliegenden Kunststoffelemente auf. Sie bilden einen schmaleren Bereich zwischen den beiden runden Ablagen. Ein kleinerer Gegenstand kann dadurch seitlich abgestützt werden. Gleichzeitig bleibt die eigentliche runde Fläche für größere Becher oder Flaschen verfügbar.

Genau solche unscheinbaren Lösungen findet man überall im Auto. Viele davon nimmt man erst wahr, wenn man weiß, wonach man suchen muss.

Ein bekanntes Beispiel sind kleine Haken im Kofferraum. Manche Autofahrer halten sie jahrelang für Befestigungspunkte irgendeiner Verkleidung. Tatsächlich eignen sie sich bei vielen Fahrzeugen hervorragend dazu, Einkaufstaschen einzuhängen. Dadurch fallen Flaschen, Obst oder andere Einkäufe beim Fahren nicht ständig um.

Auch an Sonnenblenden befinden sich häufig kleine Halterungen. Sie können für Parktickets oder andere dünne Karten gedacht sein. Im Handschuhfach findet man bei manchen Autos Vertiefungen, die bei geöffnetem Deckel als Becherhalter verwendet werden können. Andere Fahrzeuge besitzen versteckte Fächer unter dem Kofferraumboden oder unter den Sitzen.


Warum erklären Hersteller solche Kleinigkeiten nicht deutlicher? Zum Teil tun sie es tatsächlich in der Bedienungsanleitung. Nur lesen die wenigsten Menschen die Anleitung ihres Autos vollständig durch. Bei einem neuen Fahrzeug interessiert man sich zunächst eher dafür, wie Tempomat, Klimaanlage, Navigation oder Assistenzsysteme funktionieren. Ein kleiner Kunststoffsteg neben dem Getränkehalter steht ziemlich weit unten auf der Prioritätenliste.

Dazu kommt, dass wir viele Teile des Innenraums automatisch benutzen. Ein Getränkehalter ist eben ein Getränkehalter. Man stellt etwas hinein und denkt nicht weiter darüber nach. Genau deshalb funktionieren Bilder solcher ungewöhnlichen Details im Internet so gut: Man erkennt etwas aus dem eigenen Alltag, das man möglicherweise schon tausendmal gesehen hat, aber nie bewusst betrachtet hat.

Bei dem Zwischenraum auf dem Foto kommt noch eine weitere praktische Möglichkeit hinzu. Abhängig von seiner Größe können dort kleine Gegenstände kurzfristig abgelegt werden. Man sollte allerdings darauf achten, dass sie während der Fahrt nicht herausfallen und keinesfalls die Bedienung von Handbremse, Schalthebel oder anderen Bedienelementen behindern.

Münzen, Schlüssel und ähnliche harte Gegenstände sind beispielsweise nicht immer ideal. Während der Fahrt können sie klappern, Kunststoffoberflächen zerkratzen oder beim starken Bremsen herausgeschleudert werden. Noch problematischer sind Gegenstände, die in den Bereich der Pedale gelangen könnten. Alles, was während der Fahrt lose herumliegt, sollte deshalb möglichst sicher verstaut werden.

Bei Einkaufstaschen gilt das ebenfalls. Der kleine Trick mit einem Henkel kann eine leichte Tüte stabilisieren, ist aber kein Ersatz für eine sichere Ladungssicherung. Eine schwere Einkaufstasche mit mehreren Flaschen gehört nicht an einen kleinen Kunststoffsteg in der Mittelkonsole. Bei einer Vollbremsung entstehen erhebliche Kräfte, und aus einem scheinbar harmlosen Gegenstand kann schnell ein Sicherheitsrisiko werden.

Schwere Einkäufe sollten deshalb möglichst im Kofferraum transportiert werden. Dort lassen sie sich an die Rückseite der Sitzbank stellen oder mit vorhandenen Netzen und Befestigungspunkten sichern. Besonders schwere Gegenstände sollten möglichst tief und so positioniert werden, dass sie bei starkem Bremsen nicht ungehindert nach vorne fliegen können.

Für die kleine Tüte vom Bäcker, eine leichte Stofftasche oder ähnliche Dinge kann eine passende Aussparung in der Mittelkonsole dagegen durchaus praktisch sein.

Interessant ist auch, wie stark sich die Innenräume von Autos in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben. In älteren Fahrzeugen waren Getränkehalter teilweise überhaupt nicht vorhanden. Dafür gehörte ein Aschenbecher praktisch zur Standardausstattung. Heute ist es oft genau umgekehrt.

Der klassische Aschenbecher ist verschwunden, während Getränkehalter, Smartphone-Ablagen und USB-Anschlüsse selbstverständlich geworden sind. Das zeigt ziemlich gut, wie sich unser Alltag verändert hat. Für viele Menschen ist das Auto inzwischen nicht einfach nur ein Transportmittel. Sie verbringen darin jeden Tag viel Zeit.

Morgens steht der Kaffee in der Mittelkonsole, daneben liegt das Smartphone. Nach der Arbeit kommen vielleicht Einkäufe dazu. Auf längeren Fahrten stehen Wasserflaschen bereit und irgendwo müssen Ladekabel, Sonnenbrille und Kleingeld untergebracht werden. Der Innenraum muss deshalb eine Vielzahl kleiner Aufgaben erfüllen.

Hersteller versuchen, jeden verfügbaren Zentimeter sinnvoll zu nutzen. Eine kleine Vertiefung kann zur Ablage werden, ein Steg verhindert das Verrutschen einer Flasche und eine Aussparung kann mehrere Funktionen gleichzeitig übernehmen.

Manche dieser Lösungen sind absichtlich vielseitig gestaltet. Ein Bauteil muss nicht zwingend nur einen einzigen Zweck haben. Die seitlichen Begrenzungen eines Getränkehalters können beispielsweise in erster Linie den Becher stabilisieren und sich gleichzeitig hervorragend dazu eignen, etwas anderes festzuhalten.

Das erklärt auch, warum sich im Internet oft unterschiedliche Aussagen darüber finden, „wofür“ ein bestimmtes Detail gedacht sei. Jemand entdeckt eine clevere Verwendung und innerhalb kurzer Zeit heißt es, der Hersteller habe das Bauteil ausschließlich für diesen Zweck entwickelt. Das muss nicht stimmen.

Eine praktische Nutzung und der ursprüngliche Konstruktionszweck sind zwei unterschiedliche Dinge.

Bei dem gezeigten Zwischenraum sollte man deshalb nicht behaupten, er sei bei jedem Fahrzeug ein geheimer Einkaufstaschenhalter. Wahrscheinlicher ist, dass die Form zunächst zur Gestaltung und Stabilisierung des Getränkehalterbereichs gehört. Wenn sich darin zusätzlich ein Taschenhenkel oder ein anderer leichter Gegenstand fixieren lässt, ist das eine praktische Zusatznutzung.

Ob das beim eigenen Auto funktioniert, lässt sich leicht überprüfen. Schauen Sie sich zunächst die Konstruktion genau an. Sind die seitlichen Elemente fest oder beweglich? Bestehen sie aus hartem Kunststoff oder geben sie etwas nach? Gibt es einen deutlich erkennbaren Schlitz? Und befindet sich daneben genügend Platz, damit eine kleine Tasche stehen kann?

Wenn alles passt, kann man es mit einer leeren oder sehr leichten Tasche ausprobieren. Der Henkel sollte sich ohne Kraft einlegen lassen. Anschließend kann man vorsichtig prüfen, ob die Tasche tatsächlich stabiler steht.

Sitzt der Henkel dagegen sehr stramm, sollte man es lassen. Gerade ältere Kunststoffteile können mit der Zeit spröde werden. Ein abgebrochener Einsatz ist den kleinen Komfortgewinn natürlich nicht wert.

Auch für Kabel können solche Zwischenräume gelegentlich hilfreich sein. Ein Ladekabel, das ständig in den Fußraum fällt, lässt sich je nach Konstruktion möglicherweise locker durch eine Aussparung führen. Aber auch hier gilt: Das Kabel darf nicht eingeklemmt, stark geknickt oder in der Nähe beweglicher Bedienelemente geführt werden.

Eine weitere häufige Nutzung ist die Ablage sehr kleiner Dinge. Wer beispielsweise beim Parken ein Ticket erhält, sucht anschließend oft einen Platz, an dem es nicht sofort verschwindet. Kleine Aussparungen in der Mittelkonsole wirken dafür verlockend. Vor der Weiterfahrt sollte man solche Dinge jedoch wieder ordentlich verstauen.

Besonders Smartphones sollte man nicht einfach irgendwo zwischen zwei Kunststoffteile klemmen. Erstens kann das Gerät beschädigt werden, zweitens kann es während der Fahrt herausfallen und drittens sollte das Handy so platziert sein, dass es den Fahrer nicht unnötig ablenkt.

Im Grunde zeigt dieses kleine Detail sehr schön, wie viel Überlegung in einem modernen Autoinnenraum steckt. Wir sehen meistens nur Kunststoff, Leder, Displays und Schalter. Hinter vielen Formen stehen aber praktische Überlegungen: Wo legt der Fahrer seine Sachen ab? Wie verhindert man Klappergeräusche? Wie hält eine Flasche sicher? Wie kann derselbe Platz für verschiedene Gegenstände funktionieren?

Selbst die Tiefe eines Getränkehalters ist nicht zufällig gewählt. Ist er zu flach, kippen hohe Flaschen leichter um. Ist er zu tief, lassen sich kleine Kaffeebecher schlecht herausnehmen. Ist er zu breit, wackeln schmale Behälter. Ist er zu eng, passen große Thermobecher nicht hinein.

Deshalb verwenden Hersteller verschiedene Lösungen. Manche setzen auf federnde Laschen, andere auf Gummieinsätze und wieder andere auf unterschiedlich breite Bereiche innerhalb derselben Öffnung. Die auf dem Foto sichtbaren seitlichen Stege sind eine besonders einfache Variante dieses Prinzips.

Übrigens lohnt es sich durchaus, die Mittelkonsole des eigenen Autos einmal genauer anzusehen. Vielleicht gibt es dort noch weitere Funktionen, die man bisher übersehen hat. Bei einigen Fahrzeugen können Einsätze aus den Getränkehaltern herausgenommen werden, um größere Gegenstände unterzubringen. Bei anderen lässt sich ein Trennelement verschieben oder komplett entfernen.

Auch das Handschuhfach hält manchmal Überraschungen bereit. Je nach Modell kann sich darin ein Luftauslass der Klimaanlage befinden. Dadurch lassen sich Getränke oder Lebensmittel während einer Fahrt etwas kühler halten. Andere Autos haben kleine Kartenhalter, Stifthalter oder spezielle Fächer für Münzen.

Im Kofferraum findet man ebenfalls häufig Funktionen, die jahrelang ungenutzt bleiben. Kleine seitliche Haken, Befestigungsösen, doppelte Ladeböden oder herausnehmbare Trennwände können den Alltag erheblich erleichtern. Besonders beim Einkauf merkt man schnell, wie sinnvoll eine gute Fixierung ist.

Denn eine Einkaufstasche muss nicht einmal besonders schwer sein, um während der Fahrt umzukippen. Schon eine normale Kurve reicht. Runde Gegenstände wie Äpfel, Orangen oder Flaschen verteilen sich anschließend besonders gerne im gesamten Kofferraum.

Deshalb sind die einfachsten Lösungen manchmal die besten. Ein vorhandener Haken, ein Gepäcknetz oder eine passende Vertiefung erfüllt seinen Zweck häufig besser als irgendein zusätzlich gekauftes Zubehör.

Genau darin liegt der Reiz des kleinen Zwischenraums zwischen den Getränkehaltern. Er sieht völlig unspektakulär aus. Trotzdem kann seine Form mehrere Aufgaben erfüllen: Getränke stabilisieren, unterschiedliche Behältergrößen aufnehmen und – wenn die Konstruktion es zulässt – sogar dabei helfen, einen leichten Taschenhenkel oder einen kleinen Gegenstand an seinem Platz zu halten.

Es handelt sich also nicht unbedingt um eine spektakuläre „Geheimfunktion“, die Autohersteller jahrzehntelang vor ihren Kunden versteckt haben. Vielmehr ist es ein gutes Beispiel dafür, wie ein scheinbar nebensächliches Bauteil im Alltag zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten bekommen kann.

Wer so einen Zwischenraum im eigenen Fahrzeug hat, kann ihn sich einmal genauer ansehen. Vielleicht funktioniert der Trick tatsächlich. Bei einer kleinen, leichten Einkaufstasche kann ein sicher eingehängter Henkel verhindern, dass die Tüte bei jeder Kurve umfällt.

Schwere Taschen, Glasflaschen und größere Gegenstände gehören dagegen weiterhin sicher in den Kofferraum. Und wenn der Zwischenraum offensichtlich nicht zum Einhängen geeignet ist, sollte man nichts erzwingen.

Manchmal braucht es eben keine komplizierte Technik, keinen zusätzlichen Knopf und kein neues Zubehör. Ein kleines Stück Kunststoff, das man jahrelang kaum wahrgenommen hat, kann bereits überraschend praktisch sein.

 

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